Quantensprüche PDF Drucken E-Mail
In der Quantenwelt wimmelt es von seltsamen Phänomenen: es regiert der Zufall, Teilchen verhalten sich manchmal wie Wellen (und umgekehrt), sie können durch eigentlich unüberwindbare Hindernisse "tunneln" und wird die Geschwindigkeit eines Teilchens gemessen, dann lässt sich nicht sagen, wo genau es sich aufhält. Gäbe es diesen Effekt im Alltag, so wäre man bei einer Geschwindigkeitskontrolle fein raus. Bei überhöhtem Tempo würde man zwar "geblitzt". Doch der Nachweis dieses Verkehrsdeliktes dürfte sich als schwierig erweisen: Auf dem vermeintlichen Beweißfoto wäre nämlich nicht eindeutig zu erkennen, ob man an der Geschwindigkeitskontrolle tatsächlich vorbeigefahren ist!
Verschränkung sichtbar gemacht (c) Uni WienMax Planck (c) MPG-Archiv/Highlights der Physik 2008H-Atom (c) Welt der Physik

Dass uns solche Phänomene reichlich merkwürdig vorkommen, liegt an unserem begrenzten Wahrnehmungsvermögen. Schließlich wurde der "gesunde Menschenverstand" an unserer makroskopischen Umwelt geschult. Die Mikrowelt der Quanten hingegen entzieht sich unseren Sinnen. Erfassbar wird sie erst mit technischen Hilfsmitteln und einer Menge Gehirnschmalz.

Über die Merkwürdigkeiten der Quantenphysik haben sich daher schon viele kluge Köpfe geäußert. Hierzu einige Zitate, die unter anderem Albert Einstein zugeschrieben werden:

Jedenfalls bin ich überzeugt, dass der Alte nicht würfelt.
Nobelpreisträger Albert Einstein (1879 - 1955) über den Zufall in der Quantenphysik. Dieses Zitat wird häufig ungenau als "Gott würfelt nicht!" überliefert.

Ich mag sie nicht, und es tut mir leid, jemals etwas damit zu tun gehabt zu haben.
Nobelpreisträger Erwin Schrödinger (1887 - 1961) über die Kopenhagener Deutung der Quantenphysik

Wenn mir Einstein ein Radiotelegramm schickt, er habe nun die Teilchennatur des Lichtes endgültig bewiesen, so kommt das Telegramm nur an, weil das Licht eine Welle ist.
Nobelpreisträger Niels Bohr (1988 - 1962) war mit Albert Einstein nicht immer einer Meinung - für die Wissenschaft ein Gewinn, denn der Gedankenaustausch zwischen Bohr und Einstein brachte die Quantenphysik entscheidend voran.

Ich denke, ich kann mit Sicherheit sagen, dass niemand Quantenmechanik versteht.
Nobelpreisträger Richard Feynman (1918 - 1988), Mitbegründer der Quanten-Elektrodynamik, die in der Elementarteilchenphysik eine zentrale Rolle spielt.

Verschränkung ist, wenn man das eine Teilchen kitzelt und das andere lacht.
Jeff Kimble, Quantenpionier und Professor am California Institute of Technology (USA)
Bei der "Verschränkung" werden Quantenteilchen auf solch pfiffige Art und Weise miteinander verknüpft, dass die Untersuchung eines Teilchens augenblicklich Informationen über dessen Partner preisgibt und umgekehrt. Das funktioniert selbst dann, wenn die Partner Kilometer weit voneinander entfernt sind. Angesichts dieser bizarren Vorstellung sprach Albert Einstein einst von "spukhafter Fernwirkung". Dieses merkwürdige Phänomen ist Grundlage der Quanten-Teleportation (im Voksmund Beamen genannt) und könnte eines Tages einer völlig neuen Art von Computern, an denen weltweit gearbeitet wird, enorme Rechenkraft einhauchen. Zumindest wenn es um die Bearbeitung bestimmter mathematischer Probleme gibt. Den heimischen PC werden solche "Quantencomputer" wohl kaum ersetzen. Außerdem sind sie eh noch Zukunftsmusik. Und dann gibt es noch ein weiteres Forschungsgebiet, in dem die Verschränkung ebenfalls eine wichtige Rolle spielt: die "Quantenkryptographie" - hier geht es um die Verschlüsselung und die Übertragungen (sensibler) Daten. 

Eine sehr interessante Theorie - sie macht überhaupt keinen Sinn.
Groucho Marx (1890 - 1977), Komiker